Frühlingshafte Aufbruchsstimmung

Die Sicht der Sterne

Von grauer Herbsttristesse ist diesen November nur wenig zu spüren, dann schon eher eine Art frühlingshafter Aufbruchsstimmung. Als hätten sich die Sterne dazu verabredet, zum Ende des Jahres noch einmal frischen Wind und mehr Optimismus in unser Leben und in unsere Welt zu bringen. Nach den vielen negativen Nachrichten und Ereignissen der letzten Monate kommt das jetzt genau richtig! Veränderungen beginnen nun einmal in uns selbst – machen Sie also Platz für Neues und lassen endlich alles los, was Sie in letzter Zeit belastet und runtergezogen hat.

Saturn-Fortuna-Sextil: Glück im Unglück
Treffen Saturn und Asteroid Fortuna bis zum 15. November im Sextil aufeinander, dann hängt schon ein Hauch von Schicksal in der Luft. Saturn neigt eher zu Pessimismus, verleiht Fortuna bei ungünstigen Aspekten die Tendenz zu Zweifeln und Ängsten. Bei einem Sextil sind wir jedoch nicht mehr länger der Pechvogel und haben das ungute Gefühl, vom Schicksal benachteiligt zu werden. Im Gegenteil, jetzt könnten sich scheinbare Misserfolge sogar als Glücksfall erweisen. Wichtig ist, dass wir diesen Monat auf eine höhere Macht und Fügung vertrauen, die uns nicht nur im entscheidenden Moment den richtigen Weg zeigt, sondern uns auch schnell aus der Patsche hilft, wenn wieder einmal etwas schief läuft.

Jupiter-Pandora-Konjunktion: Mut für Neues
Was für eine wundervolle, inspirierende Konstellation in diesen schwierigen Zeiten. Mit Jupiter und Asteroid Pandora in Konjunktion beginnen wir uns noch bis einschließlich 20. November zunehmend für Neues zu öffnen. Unser Denken und unser gesamtes Bewusstsein können nun einen enormen positiven Wachstumsschub erleben. Es ist nicht nur eine kosmische Zeitqualität, die großartige, neue Entdeckungen fördert, wir sind insgesamt auch viel intuitiver, offener und impulsiver als sonst. Nicht verwunderlich, dass diese Konstellation den einen oder anderen ziemlich wachrütteln kann, denn Langeweile, Alltagstrott und Durchschnittlichkeit sind jetzt nichts für uns. Man ist offen für Neues. Eventuell wagt man sich auch in Dinge heran, die einem normalerweise eher Respekt oder Furcht einflößen. Alles, nur nicht normal, ist das Motto in diesen Tagen. Trauen Sie sich also etwas! Seien Sie mutig und frech, dann ist beinahe alles möglich.

Eris-Uranus-Konjunktion: Es lebe die Freiheit!
Es lebe die Individualität! Zwergplanet Eris möchte im November erneut gemeinsam mit Rebell Uranus den Freigeist in uns wecken, der sich nicht nur seine eigene Meinung bildet und von der allgemein herrschenden Meinung nicht manipulieren lässt, sondern sich auch mutig aus der Masse heraushebt. Natürlich ist es immer einfacher, sich anzupassen und den Lügen um einen herum Glauben zu schenken, anstatt sich dagegen zu behaupten. Aber genau darum geht es jetzt! Es ist ein kollektiver Aspekt, der zugleich jeden einzeln herausfordert, indem er überprüft, ob wir gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen und nicht mehr länger auf Lügen, Zwietracht und Manipulation reinzufallen.

Lilith-Pluto-Sextil: Macht und Ohnmacht!
Bei diesem Aspekt geht es noch einmal bis zum 23. November um das Thema Kontrolle. Man versucht mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln sein Leben und seine Situationen zu beherrschen bzw. zu kontrollieren. Auf der einen Seite kann dies wichtige Veränderungen auf den Weg bringen, da wir uns nicht mehr länger unterdrücken oder manipulieren lassen. Lilith sorgt sozusagen für »positive« Frustrationen, die uns den Weg aus unbefriedigenden und einengenden Lebenssituationen zeigen können. Niemand will jetzt mehr freiwilliges Opfer sein. Man versucht sich daher aus den Verstrickungen des Alltags und aus beruflichen, familiären oder partnerschaftlichen Verpflichtungen zu befreien, die unsere eigene Entwicklung blockieren. Auf der anderen Seite könnte man jetzt selbst zum Täter werden, weil man von anderen ein Opfer fordert oder sie beeinflusst, um sich selbst aus einer misslichen Lage befreien zu können.

Den eigenen Rhythmus und Stärke finden!
Wenn bis zum 12. November der schwarze Mond Lilith in Konjunktion mit Asteroid Toro steht, dann müssen wir uns mit unserem Kraft- und Machtpotenzial auseinandersetzen. Toro wirkt in Konjunktion mit einem anderen Planeten wie ein Energieverstärker. Jeder von uns hat einen eigenen Rhythmus, aber wir lassen uns leider viel zu oft von unserem Alltag und Umfeld diktieren, wie schnell und gut wir etwas zu tun haben. Lilith reagiert jetzt sehr allergisch auf den Druck von Toro und wir sind schnell frustriert, wenn wir nicht so durchsetzungsfähig oder kraftvoll unseren Job, den Alltag oder Probleme bewältigen können wie andere. Entfliehen Sie diesem Zwang, indem Sie ganz bewusst in sich hineinhorchen und Ihrem eigenen Rhythmus folgen. Hierin liegt Ihre wahre Durchsetzungsfähigkeit und Stärke, die es jetzt zu entdecken gilt.

Mondknoten-Neptun-Opposition:
Verdrängungstaktik
Steht der Mondknoten im November in Opposition zu Neptun, neigen wir dazu, uns der Wahrheit und Erleuchtung zu versperren bzw. sie zu verdrängen. Wir haben keine Lust, uns der Realität zu stellen und reden uns die Dinge lieber schön, verfallen in haltlosen Aktionismus oder stecken umgekehrt den Kopf in den Sand. Was auch immer es ist, was wir nicht sehen wollen, es wäre sicher besser, sich der Realität zu stellen und nicht länger davonzulaufen. Es nützt nichts, Feindbilder zu erschaffen und Probleme auf andere zu projizieren. Hört man stattdessen auf die eigene Intuition und ignoriert nicht mehr länger anstehende Aufgaben, dann wird uns der Mondknoten wertvolle Hilfe und Lösungen von außen schicken.

Jupiter-Saturn-Sextil:
Verantwortungsbewusstsein
Wenn sich im November Jupiter und Saturn erstmals im Sextil begegnen, dann beginnt für viele Menschen eine sehr wertvolle und erkenntnisreiche Zeit. Jetzt können wir erkennen, was in Zukunft wichtig für uns sein wird und auf was bzw. wen wir bauen können. Auch wenn Saturn Jupiter seine Grenzen zeigt und man nur mit harter Arbeit und Verantwortungsbewusstsein ans Ziel kommt, ist es jedoch genau das, was jetzt den Erfolg bringen wird. Alles was keinen Sinn mehr macht, kann nun aufgedeckt und losgelassen werden. Und andere kann man nun mit viel Disziplin und Ehrgeiz bewältigen. Jetzt zählt nicht mehr der schnelle Erfolg, sondern man setzt auf Sicherheit und eine solide Basis für die Zukunft. Das gilt nicht nur für berufliche Dinge, auch in Liebe und Beziehung kann man jetzt auf den Partner zählen oder ist umgekehrt eine ebensolche Stütze, selbst wenn es Probleme geben sollte. Kurzum: Saturn trennt jetzt Spreu vom Weizen… und am Ende wird endlich alles gut!

Stellium Sonne, Merkur, Lilith und Toro:
Gedankenkräfte und Veränderungen
Zwischen dem 2. und 11. November wird es ganz schön tiefschürfend. Von tiefsinnigen Gesprächen über Gott und die Welt bis zum starken Verlangen, unser Leben endlich gemäß unseren eigenen Wünschen und Rhythmus zu leben, könnte auf einmal auf dem Kopf stehen. Sicher wird nicht alles realisierbar sein, was in unseren Köpfen herumspukt, aber wir denken ganz ernsthaft über die eine oder andere Veränderung nach. Das ist in jedem Fall schon einmal ein Anfang!

Andrea Buchholz ist seit 25 Jahren Astrologin, geboren in Frankfurt am Main, im Sternzeichen Zwillinge.
Katja Fischer (Probst) ist Astrologin, Co-Autorin von Andrea Buchholz und Questico-Beraterin.