Individualität und Mut zum Handeln sind gefordert

Die Sicht der Sterne

Werden wir manipuliert oder leben wir schon? Der September ist ein Monat, der von uns allen Individualität und Mut zum Handeln fordert. In den letzten Monaten hat sich deutlich gezeigt, dass wir nicht allem und jedem vertrauen dürfen. Ob im privaten Bereich, den Medien oder der Politik, genauer hinschauen bzw. hinhören war angesagt. Trauen Sie sich also im September endlich über den eigenen Tellerrand zu schauen, bilden Sie sich Ihre eigene kritische Meinung und gehen Sie ohne schlechtes Gewissen eigene Wege. Mutige und unabhängige Menschen sind jetzt gefragt, keine Ja-Sager!

Eris-Uranus-Konjuktion: Eigenständiges Denken!
Es lebe die Individualität! Zwergplanet Eris, dem man in der Astrologie eine doppelt so starke Wirkung wie Pluto nachsagt und der mythologisch für die Themen Manipulation, Streit, Wettstreit und Selbstbehauptung steht, wird durch die Verbindung mit Uranus zu einer Herausforderung für uns alle. Eris möchte im September den unabhängigen Denker in uns wecken, der sich seine eigene Meinung bildet, sich nicht von der allgemein herrschenden Ansicht und den Medien manipulieren lässt und sich aus der Masse heraushebt. Natürlich ist es einfacher, sich anzupassen und den Lügen um einen herum Glauben zu schenken, anstatt sich dagegen zu behaupten. Aber genau darum geht es jetzt. Es ist ein kollektiver Aspekt, der zugleich jeden einzeln herausfordert, indem er überprüft, ob wir gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen und nicht mehr länger auf Lügen, Zwietracht und Manipulation reinzufallen.

Lilith-Pluto-Sextil: Macht und Ohnmacht!
Bei diesem Aspekt geht es im gesamten September um das Thema Kontrolle. Man versucht mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln sein Leben und Situationen zu beherrschen bzw. zu kontrollieren. Auf der einen Seite kann dies wichtige Veränderungen auf den Weg bringen, da wir uns nicht mehr länger unterdrücken oder manipulieren lassen. Lilith sorgt sozusagen für »positive« Frustrationen, die uns den Weg aus unbefriedigenden und einengenden Lebenssituationen zeigen können. Niemand will jetzt mehr freiwillig Opfer sein. Man versucht sich daher aus den Verstrickungen des Alltags und aus beruflichen, familiären oder partnerschaftlichen Verpflichtungen zu befreien, die unsere eigene Entwicklung blockieren. Auf der anderen Seite könnte man jetzt selbst zum Täter werden, weil man von anderen ein Opfer fordert oder sie beeinflusst, um sich selbst aus einer misslichen Lage befreien zu können.

Saturn-Neptun-Quadrat:
»Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann!«
Mit Ängsten muss beinahe jeder Mensch leben. Selbst Optimisten kennen diese Tage, an denen Sie von unangenehmen Vorahnungen und Befürchtungen heimgesucht werden, es einem schwer fällt, positiv zu bleiben und auf einen guten Ausgang zu hoffen. Da Saturn im September weiterhin im Quadrat zu Neptun steht, kommt es einem so vor als würde sich die gesamte Welt in einer Art kollektivem Angstund Schreckenszustand befinden. Schuldgefühle, Selbstmitleid, Kummer und Panik können damit weiterhin zur großen Belastung werden, vor allem für die Menschen, in deren Horoskop Saturn oder Neptun einen Planeten oder eine Hauptachse direkt aspektieren. Jetzt ist es wichtig, sich nicht von irrationalen Gefühlen fertig machen zu lassen und genau hinzuschauen, vor was wir uns in Wirklichkeit fürchten. Aber vor allem dürfen wir uns nicht von den Ängsten anderer anstecken lassen. Saturn fordert uns dazu auf, realistisch zu bleiben, sich nicht von diffusen Gefühlen mitreißen zu lassen. Nicht alles, was in diesen Tagen von anderen Menschen, der Weltöffentlichkeit oder Presse gesagt wird, entspricht tatsächlich der Realität. Geben Sie (Selbst-) Täuschungen keine Chance und lassen Sie sich bitte nicht manipulieren. Wagen Sie stattdessen einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen und stellen Sie sich ganz bewusst Ihren Ängsten, wo auch immer sie herkommen mögen!

Mondknoten-Saturn-Quadrat: Wegschauen oder Handeln?
Richtig oder falsch? Diese Frage stellt sich im September mit dem Quadrat zwischen Saturn und Mondknoten immer noch nicht. Vielmehr neigt man dazu, die Flucht nach hinten anzutreten oder man erfällt umgekehrt in hektische, aber leider völlig sinnlose Aktivitäten. Da es sich um ein Quadrat mit Saturn im Schützen handelt, geht es jetzt vor allem um persönliche oder globale Sinnfragen, Moral und Ethik. Anstatt vielleicht das moralisch Richtige zu tun, bekämpft man diese. Da Saturn gleichzeitig auch im Quadrat zu Neptun steht, wird man vielleicht Angst vor dem nächsten konsequenten Schritt haben. Man ist unsicher, kann seinem eigenen gesunden Menschenverstand nicht vertrauen und wird stattdessen durch falsche Informationen und Ansichten in die Irre geleitet. Die Gefahr ist gerade jetzt groß, den allgemeinen Entwicklungen einfach nur wie gelähmt zuzuschauen oder aber hektisch ohne jeden Sinn und Verstand gegen die aktuellen Ereignisse zu wettern. Eine gefährliche Zeit, wenn man sich leicht verunsichern lässt und sich nicht traut, seine eigene Meinung zu bilden und zu äußern – im persönlichen Bereich, ebenso sehr wie in Bezug zu aktuellen globalen Entwicklungen.

Pluto-Mondknoten-Trigon: Krisenbewältigung und Schattenarbeit
Glücklicherweise bildet Pluto weiterhin einen sehr schönen Aspekt mit dem Mondknoten. Dieser Aspekt hilft uns bei der Aufarbeitung und Bewältigung von Krisen, egal auf welcher Ebene diese stattfinden. Jetzt fällt es uns leichter als sonst, einen Blick hinter die verborgenen Schattenthemen zu werfen und diese sogar zu überwinden. Vielleicht erkennen wir auf einmal, dass unsere Probleme eigentlich hausgemacht sind und wir sehen uns in der Lage, gemeinsam konstruktive Lösungsansätze zu finden.

Neptun-Pluto-Sextil: Seelenführer
Das Sextil zwischen Neptun und Pluto stellt bis zum 27. September so etwas wie eine Art innerer Kompass und Seelenführer dar. Uns könnte auf einmal sehr bewusst werden, wie richtig und wichtig es ist, die Dinge manchmal einfach nur laufen zu lassen und an eine höhere Gerechtigkeit und Führung zu glauben. Mit dem Loslassen und dem Vertrauen, dass sich auch ohne unser Tun alles in unserem Sinne bzw. zu unserem Besten entwickeln wird, haben jedoch die meisten Menschen ein Problem. Man muss freiwillig die Kontrolle abgeben, das weckt tief sitzende Ängste und Unsicherheit. Durch diesen Aspekt lernen wir jedoch, diese Ängste und Ohnmachtsgefühle (Pluto) aufzulösen und unser Schicksal ohne schlechte Gefühle in die Hände unserer höheren Führung zu legen.

Juno-Lilith-Konjunktion: Von Seelen- und Schicksalspartnern…
Treffen Juno und Lillith im September erneut aufeinander, dreht sich alles um schicksalhafte Begegnungen. Man könnte jetzt dem einen ganz besonderen Menschen und der Liebe begegnen, von dem man immer geträumt hat. Jede Beziehung, die jetzt beginnt, steht unter einem ganz besonderen Stern. Wir fühlen uns von Anfang an magisch voneinander angezogen, haben das Gefühl, endlich unsere zweite Hälfte gefunden zu haben und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Falls es unsere Dualseele ist, die jetzt in unser Leben schneit, darf man jedoch niemals vergessen, dass diese Beziehungen emotionale Lernaufgaben sind und selten unkompliziert verlaufen.

Andrea Buchholz ist seit 25 Jahren Astrologin, geboren in Frankfurt am Main, im Sternzeichen Zwillinge.
Katja Fischer (Probst) ist Astrologin, Co-Autorin von Andrea Buchholz und Questico-Beraterin.