Inspiration, Individualität und Selbstbestimmung

Die Sicht der Sterne

Im Oktober drehen sich viele astrologische Konstellationen um die Themen Inspiration, Individualität und Selbstbestimmung. Es ist nicht einfach, aus der Fülle der Informationen, die uns in der heutigen Zeit beinahe rund um die Uhr erreichen, herauszufiltern, was wahr und was lediglich ein Fake ist. Nur wenn wir unseren eigenen Rhythmus finden, unserer eigenen Intuition und unserem Verstand vertrauen, dann haben wir eine Chance, die richtigen Dinge zu erkennen und zu tun. Trauen Sie sich diesen Monat ruhig einmal über sich selbst hinauszuwachsen und nicht mehr länger Mitläufer zu sein, dann können Sie Ihr Leben völlig neu und vor allem selbstständig gestalten.

Saturn-Fortuna-Sextil: Glück im Unglück
Treffen Saturn und Asteroid Fortuna diesen Monat im Sextil aufeinander, dann hängt schon ein Hauch von Schicksal in der Luft. Saturn neigt eher zu Pessimismus, verleiht Fortuna bei ungünstigen Aspekten die Tendenz zu Zweifeln und Ängsten. Bei einem Sextil sind wir jedoch nicht mehr länger der Pechvogel und haben das ungute Gefühl, vom Schicksal benachteiligt zu werden. Im Gegenteil, jetzt könnten sich scheinbare Misserfolge sogar als Glücksfall erweisen. Wichtig ist, dass wir diesen Monat auf eine höhere Macht und Fügung vertrauen, die uns nicht nur im entscheidenden Moment den richtigen Weg zeigt, sondern uns auch schnell aus der Patsche hilft, wenn wieder einmal etwas schief läuft.

Jupiter-Pandora-Konjunktion:
Erfindungsreichtum und Inspiration
Was für eine wundervolle, inspirierende Konstellation in diesen schwierigen Zeiten. Mit Jupiter und Asteroid Pandora in Konjunktion beginnen wir uns im Oktober zunehmend für Neues zu öffnen.
Unser Denken und unser gesamtes Bewusstsein können nun einen enormen positiven Wachstumsschub erleben. Es ist nicht nur eine kosmische Zeitqualität, die großartige, neue Entdeckungen fördert, wir sind insgesamt auch viel intuitiver, offener und impulsiver als sonst. Nicht verwunderlich, dass diese Konstellation den einen oder anderen ziemlich wachrütteln kann, denn Langweile, Alltagstrott und Durchschnittlichkeit sind jetzt nichts für uns.

Eris-Uranus-Konjuktion: Es lebe die Freiheit!
Es lebe die Individualität! Zwergplanet Eris möchte im Oktober erneut gemeinsam mit Rebell Uranus den Freigeist in uns wecken, der sich nicht nur seine eigene Meinung bildet und von der allgemein herrschenden Meinung nicht manipulieren lässt, sondern sich auch mutig aus der Masse heraushebt. Natürlich ist es immer einfacher, sich anzupassen und den Lügen um einen herum Glauben zu schenken, anstatt sich dagegen zu behaupten. Aber genau darum geht es jetzt! Es ist ein kollektiver Aspekt, der zugleich jeden einzeln herausfordert, indem er überprüft, ob wir gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen und nicht mehr länger auf Lügen, Zwietracht und Manipulation reinzufallen.

Lilith-Pluto-Sextil: Macht und Ohnmacht!
Bei diesem Aspekt geht es im Oktober noch einmal um das Thema Kontrolle. Man versucht mit allen in seiner Macht stehenden Mitteln, sein Leben und seine Situationen zu beherrschen bzw. zu kontrollieren. Auf der einen Seite kann dies wichtige Veränderungen auf den Weg bringen, da wir uns nicht mehr länger unterdrücken oder manipulieren lassen. Lilith sorgt sozusagen für »positive« Frustrationen, die uns den Weg aus unbefriedigenden und einengenden Lebenssituationen zeigen können. Niemand will jetzt mehr freiwillig Opfer sein. Man versucht sich daher aus den Verstrickungen des Alltags und beruflichen, familiären oder partnerschaftlichen Verpflichtungen zu befreien, die unsere eigene Entwicklung blockieren. Auf der anderen Seite könnte man jetzt selbst zum Täter werden, weil man von anderen ein Opfer fordert oder sie beeinflusst, um sich selbst aus einer misslichen Lage befreien zu können.

Saturn-Neptun-Quadrat: Mehr Schein als Sein?
Im Oktober werden wir noch einmal dazu gezwungen, uns mit unseren tief sitzenden Ängsten und Zweifeln auseinanderzusetzen Neptun vernebelt Saturn, was unsere vermeintlich so sicheren Werte, Wertvorstellungen und Sichtweisen ganz gewaltig in Schieflage bringt. Das verunsichert uns, lähmt uns, macht uns entscheidungsunfähig. Aber noch viel schlimmer: Es öffnet auch Lügen und Betrug Tür und Tor. Allzu gerne verlassen wir uns nun auf Worte und Versprechungen, die uns vermeintlich Sicherheit vorgaukeln. Wir sollten uns jetzt weder einschüchtern lassem, noch Vogel-Strauß-Politik betreiben. Stattdessen sollten wir ganz genau hinzuschauen, vor was wir uns in Wirklichkeit fürchten. Saturn fordert uns dazu auf realistisch zu bleiben und sich nicht von diffusen Gefühlen mitreißen zu lassen. Nicht alles, was in diesen Tagen von anderen Menschen, der Weltöffentlichkeit oder Presse gesagt wird, entspricht tatsächlich der Realität. Geben Sie (Selbst-) Täuschungen keine Chance und lassen Sie sich bitte nicht manipulieren. Wagen Sie stattdessen einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen und stellen Sie sich ganz bewusst Ihren Ängsten, wo auch immer sie herkommen mögen!

Mondknoten-Saturn-Quadrat:
Raus aus der Komfortzone!
Abwarten und Tee trinken ist bei dem Quadrat zwischen Saturn und Mondknoten im Oktober sicher eine verlockende Alternative. Dann brauchen wir uns nämlich nicht allzu weit aus dem Fenster zu lehnen oder müssen uns von alten, liebgewonnenen Gewohnheiten und Vorstellungen verabschieden. Da es sich um ein Quadrat mit Saturn im Schützen handelt, geht es dabei vor allem um persönliche oder globale Sinnfragen, Moral und Ethik. Anstatt vielleicht das moralisch Richtige zu tun, bekämpft man diese. Da Saturn gleichzeitig auch im Quadrat zu Neptun steht, wird man vielleicht Angst vor dem nächsten konsequenten Schritt haben. Man ist unsicher, kann seinem eigenen gesunden Menschenverstand nicht vertrauen und wird stattdessen durch falsche Informationen und Ansichten in die Irre geleitet. Die Gefahr ist gerade jetzt groß, den allgemeinen Entwicklungen einfach nur wie gelähmt zuzuschauen oder aber hektisch, ohne jeden Sinn und Verstand, gegen die aktuellen Ereignisse zu wettern. Eine gefährliche Zeit, wenn man sich leicht verunsichern lässt und sich nicht traut, seine eigene Meinung zu bilden und zu äußern – im persönlichen Bereich ebenso sehr wie in Bezug zu aktuellen globalen Entwicklungen.

Pluto-Mondknoten-Trigon:
Krisenbewältigung und Schattenarbeit Glücklicherweise bildet Pluto auch im Oktober noch das Trigon mit dem Mondknoten. Dieser Aspekt hilft uns bei der Aufarbeitung und Bewältigung von Problemen, egal auf welcher Ebene diese stattfinden. Jetzt fällt es uns leichter als sonst, einen Blick hinter die verborgenen Schattenthemen zu werfen und diese sogar zu überwinden. Vielleicht erkennen wir auf einmal, dass unsere Probleme eigentlich hausgemacht sind und wir sind in der Lage, gemeinsam konstruktive Lösungsansätze zu finden.

Mars-Pluto-Konjunktion:
Willensstärke und Durchsetzungskraft
Vom 12. bis 26. Oktober haben wir endlich den richtigen Biss und das Potenzial uns durchzusetzen. Wo ein Wille ist, da ist jetzt auch garantiert ein Weg. Natürlich sollten wir nicht zu verbissen agieren und auch die Wünsche anderer respektieren, sonst bleibt von den positiven Erfolgsaussichten nur wenig übrig. Wer sich jetzt auf Machtkämpfe einlässt, verstrickt sich nur unnötig oder bringt sich in Schwierigkeiten. Wir sollten daher nicht ständig versuchen Grenzen zu überschreiten oder Dinge durchzusetzen, die nicht gut für uns sind.

Lilith Toro-Konjunktion:
Den eigenen Rhythmus und Stärke finden!
Wenn ab dem 20. Oktober der schwarze Mond Lilith in Konjunktion mit Asteroid Toro steht, dann müssen wir uns mit unserem Kraft- und Machtpotenzial auseinandersetzen. Toro wirkt in Konjunktion mit einem anderen Planeten wie ein Energieverstärker. Jeder von uns hat einen eigenen Rhythmus, aber wir lassen uns leider viel zu oft von unserem Alltag und Umfeld aufdiktieren, wie schnell und gut wir etwas zu tun haben. Lilith reagiert jetzt sehr allergisch auf den Druck von Toro und wir sind schnell frustriert, wenn wir nicht so durchsetzungsfähig oder kraftvoll unseren Job, den Alltag oder Probleme bewältigen können wie andere. Entfliehen Sie diesem Zwang, indem Sie ganz bewusst in sich hineinhorchen und Ihrem eigenen Rhythmus folgen. Hierin liegt Ihre wahre Durchsetzungsfähigkeit und Stärke, die es jetzt zu entdecken gilt.

Andrea Buchholz ist seit 25 Jahren Astrologin, geboren in Frankfurt am Main, im Sternzeichen Zwillinge.
Katja Fischer (Probst) ist Astrologin, Co-Autorin von Andrea Buchholz und Questico-Beraterin.