Juni: ein ziemlich ambivalenter Monat

Die Sicht der Sterne

Der Juni wird aus astrologischer Sicht ein ziemlich ambivalenter Monat. Auf der einen Seite stecken wir fest, sind auf der Suche nach Lösungen, lassen uns dabei jedoch ständig ablenken, täuschen und drehen uns dadurch im Kreis. Auf der anderen Seite sind wir voller Optimismus und Energie und wollen endlich raus aus dem Teufelskreis unserer persönlichen und/oder globalen Probleme. Das wird sicher nicht einfach werden! Was wir jedoch keinesfalls tun sollten: Wegschauen oder uns von der allgemeinen Hysterie, Angst und Panikmache anstecken lassen. Bilden Sie sich also unbedingt Ihre eigene Meinung und rennen Sie nicht blind der Masse hinterher. Nur dann kann und wird es Auswege und humane Lösungen geben.

Jupiter-Pluto-Trigon: Die Extraportion Optimismus und Erfolg!
Wie schön! Das Jupiter Trigon Pluto ist noch im gesamten Juni wirksam und beschert uns eine Extraportion Optimismus und Selbstsicherheit. Noch einmal ganze vier Wochen, in denen man viel leichter seine Ziele erreichen kann als sonst. Der Grund: Man ist schöpferischer als sonst, hat eine charismatische Ausstrahlung und trifft zudem häufig auf Menschen, die einen unterstützen oder einem die ichtige Tür öffnen. Kurzum: Ob beruflich oder privat, man erreicht jetzt die Dinge, die man will, ist erfolgreich und gewinnt an Ansehen. Auch auf beruflicher Ebene verspricht dieser Aspekt Erfolg und Gewinne, zumal Jupiter weiterhin in der fleißigen, gut organisierten Jungfrau steht. Treiben Sie Ihre Pläne jetzt also mutig voran. Der Zeitpunkt ist jedenfalls perfekt, dem Leben eine völlig neue, positive Wende zu geben.

Jupiter-Neptun-Opposition: Täuschungsmanöver und geplatzte Träume
Bis zum 29. Juni stehen sich noch Glücksbringer Jupiter und Neptun gegenüber. Diese Opposition könnte für ziemlich viel Unruhe, Enttäuschungen, Täuschungen und Skandale im zwischenmenschlichen Bereich führen. Vielleicht entdecken wir, dass ein Mensch in Wahrheit nicht so ist, wie er sich in der Vergangenheit gezeigt hat. Blender haben jetzt leider leichtes Spiel, vor allem wenn wir zu gutgläubig sind und uns zu sehr auf unser Gefühl verlassen. Lügen, Betrug und Intrigen liegen nur einen Steinwurf von »unserem Glück« entfernt. Man sollte jetzt aufpassen, nicht hinters Licht geführt zu werden. Auch wenn man uns das »Blaue« vom Himmel verspricht, das Ganze könnte am Ende wie eine Seifenblase platzen. Man sollte sich außerdem nicht zu sehr auf sein eigenes Glück verlassen. Bei dieser Konstellation gerät man schnell mit dem Gesetz in Konflikt oder setzt seinen guten Ruf aufs Spiel, wenn man es mal wieder Jupiter gemäß übertreibt. Je weniger man in dieser Zeit von scheinbar lukrativen Geschäften oder seinen Mitmenschen erwartet, umso weniger kann man auch enttäuscht werden!

Jupiter-Saturn-Quadrat: Widerstände oder Übermut
Mit einem weiteren Jupiter-Aspekt, dem Quadrat zwischen Jupiter und Saturn bleibt die Zeit bis zum 26. Juni noch eine große kosmische Herausforderung. Zum einen haben wir das Gefühl, in unseren Möglichkeiten und unserem Handlungsspielraum eingeschränkt zu sein, könnten sogar Probleme mit Autoritätspersonen oder Behörden bekommen. Auf der anderen Seite fehlt es uns auch an notwendigem Optimismus und Selbstvertrauen. Die Folge ist, dass wir in unliebsamen Situationen feststecken, uns nicht trauen etwas zu verändern und resignieren. Manchmal übernimmt auch Jupiter die Regie und
lässt uns übers Ziel hinausschießen, unsere Kräfte und Möglichkeiten überschätzen. Man neigt in seinem Übermut dazu, die Regeln und Vorschriften zu missachten, worauf es zu Konflikten mit dem Gesetz oder Vorgesetzten kommen könnte. Beide Extreme tun uns jetzt nicht gut, weshalb wir dazu aufgefordert werden, den goldenen Mittelweg zu wählen. Widerstände sollte man jetzt als Aufforderung verstehen, eingefahrene Wege zu verlassen. Dabei sollte man sich jedoch an die Regeln halten und Veränderungen mit Bedacht angehen. Zuviel Übermut wird von Saturn nämlich umgehend bestraft.

Jupiter-Mondknoten-Konjunktion: Die spirituellen Helden des Alltags
Manchmal braucht es ganz einfach Menschen, die uns inspirieren, geistig führen, Hoffnung und Licht in diese Welt bringen. Zum Glück beschert uns die Konjunktion von Jupiter und Mondknoten in der Jungfrau noch im gesamten Juni diese »vernünftigen und pragmatischen« Menschen, die uns zeigen wie wichtig es ist, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern an Krisen zu wachsen. Sie könnten uns jetzt überall begegnen, die kleinen und großen Helden des Alltags, die uns zeigen wie gut es sich anfühlt, anderen Menschen zu helfen und beizustehen. Das lässt uns nicht nur für einen kurzen Augenblick unsere eigenen Nöte und Ängste vergessen, es macht uns auch garantiert zu einem besseren Menschen.

Saturn-Neptun-Quadrat: »Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann!«
Mit Ängsten muss beinahe jeder Mensch leben. Selbst Optimisten kennen diese Tage, an denen sie von unangenehmen Vorahnungen und Befürchtungen heimgesucht werden, es einem schwer fällt positiv zu bleiben und auf einen guten Ausgang zu hoffen. Da Saturn im gesamten Juni im Quadrat zu Neptun steht, kommt es einem fast so vor, als würde sich die Welt in einer Art kollektivem Angst- und Schreckenszustand befinden. Schuldgefühle, Selbstmitleid, Kummer und Panik können damit weiterhin zur großen Belastung werden, vor allem für die Menschen, in deren Horoskop Saturn oder Neptun einen Planeten oder eine Hauptachse direkt aspektieren. Jetzt ist es wichtig, sich nicht von irrationalen Gefühlen fertig machen zu lassen und genau hinzuschauen, vor was wir uns in Wirklichkeit fürchten. Aber vor allem dürfen wir uns nicht von den Ängsten anderer anstecken lassen. Saturn fordert uns dazu auf, realistisch zu bleiben, sich nicht von diffusen Gefühlen mitreißen zu lassen. Nicht alles was in diesen Tagen von anderen Menschen, der Weltöffentlichkeit oder Presse gesagt wird, entspricht tatsächlich der Realität. Geben Sie (Selbst-) Täuschungen keine Chance und lassen Sie sich bitte nicht manipulieren. Wagen Sie stattdessen einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen und stellen Sie sich ganz bewusst Ihren Ängsten, wo auch immer sie herkommen mögen!

Mondknoten-Saturn-Quadrat: Wegschauen oder Handeln?
Richtig oder falsch? Diese Frage stellt sich im Juni mit dem Quadrat zwischen Saturn und Mondknoten leider überhaupt nicht. Vielmehr neigt man dazu, die Flucht nach hinten anzutreten oder man verfällt umgekehrt in hektische, aber leider völlig sinnlose Aktivitäten. Da es sich um ein Quadrat mit Saturn im Schützen handelt, geht es jetzt vor allem um persönliche oder globale Sinnfragen, Moral und Ethik. Anstatt vielleicht das moralisch Richtige zu tun, bekämpft man diese. Da Saturn gleichzeitig auch im Quadrat zu Neptun steht, wird man vielleicht Angst vor dem nächsten konsequenten Schritt haben. Man ist unsicher, kann seinem eigenen gesunden Menschenverstand nicht vertrauen und wird stattdessen durch falsche Informationen und Ansichten in die Irre geleitet. Die Gefahr ist gerade jetzt groß, den allgemeinen Entwicklungen einfach nur wie gelähmt zuzuschauen oder aber hektisch, ohne jeden Sinn und Verstand gegen die aktuellen Ereignisse zu wettern. Eine gefährliche Zeit, wenn man sich leicht verunsichern lässt und sich nicht traut, seine eigene Meinung zu bilden und zu äußern – im persönlichen Bereich, ebenso sehr wie in Bezug zu aktuellen globalen Entwicklungen.

Pluto-Mondknoten-Trigon: Krisenbewältigung und Schattenarbeit
Zum Glück bildet Pluto im Juni noch einen sehr schönen Aspekt mit dem Mondknoten. Dieser Aspekt hilft uns bei der Aufarbeitung und Bewältigung von Krisen, egal auf welcher Ebene diese stattfinden. Jetzt fällt es uns leichter als sonst, einen Blick hinter die verborgenen Schattenthemen zu werfen und diese sogar zu überwinden. Vielleicht erkennen wir auf einmal, dass unsere Probleme eigentlich hausgemacht sind und finden gemeinsam konstruktive Lösungsansätze.

Mars-Chiron-Trigon: Helfen und mobilisieren!
Ein ziemlich starker Aspekt – dieses Trigon zwischen Mars und Chiron im Juni. Wir können auf einmal unglaubliche Kräfte entwickeln, vor allem wenn es darum geht, anderen »schwachen und energielosen« Menschen zu helfen und ihnen den richtigen Weg zu zeigen. Jetzt können wir beinahe alles und jeden mobilisieren, einschließlich uns selbst. Packen wir es an!

Andrea Buchholz ist seit 25 Jahren Astrologin, geboren in Frankfurt amMain, im Sternzeichen Zwillinge.
Katja Fischer (Probst) ist Astrologin, Co-Autorin von Andrea Buchholz und Questico-Beraterin.