Tarot Lexikon: D

Matthias Sperth

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Deuten der Karten

Die Bedeutung einer Karte erschließt sich aus ihrer Symbolik, die sowohl im Motiv, in der Zahl, in den Farben und vielen Details zum Ausdruck kommt. Sicherlich kann man auch ohne Vorkenntnisse mögliche Bedeutungen frei assoziieren. Aber erst aus der Verbindung von Symbolkunde und guter Intuition ergibt sich eine tiefgehende Deutung der Karten.

Drei

In der Zahlenmystik Symbol der Fruchtbarkeit, des Wachstums, der Geburt des Neuen und damit der Lebenskraft. Aus diesem Grund gilt die Drei auch als heilige Zahl, was im Christentum in der Dreifaltigkeit Ausdruck findet oder in dem Dreieck, vom den traditionell das Auge Gottes umgeben ist. Dieser Zahlensymbolik liegt die Idee zu Grunde, dass das Neue jeweils als das Dritte aus der Vereinigung zweier Pole entsteht: Vater + Mutter = Kind. These + Antithese = Synthese. In den Großen Arkana ist die Herrscherin die Karte, die alle diese Qualitäten verkörpert. In den ileinen Arkana hat die Drei mehr den Charakter einer gesunden Stabilität. (Was auf drei Beinen steht, wackelt nicht).

Drei Kelche

Rider-Tarot: Dankbarkeit / Crowley-Tarot: Fülle

Drei Münzen/Scheiben

Rider-Tarot: Qualifikation / Crowley-Tarot: Arbeit

Drei Schwerter

Rider-Tarot: schmerzhafte Einsichten Crowley-Tarot: Kummer

Dreizehn

Zur Unglückszahl „verkommene“ Zahl, die in matriarchalen Zeiten als heilig galt, weil das Mondjahr 13 Monde (Monate) hat. Im letzten Monat, der der Wintersonnenwende vorausging erstarb alljährlich die Sonne, um am folgenden Neujahrstag neu geboren zu werden. Damit hatte die Dreizehn den Charakter des „Stirb und Werde“, was noch in der 13. Tarotkarte Tod zum Ausdruck kommt.

Drei Stäbe

Rider-Tarot: gute Aussichten
Crowley-Tarot: Tugend

Drudenfuß

Kopfgestellter Fünfstern (Pentagramm), bei dem die Spitze nach unten zeigt. Gilt als Zeichen des Bösen und der schwarzen Magie. Im Rider-Tarot Zeichen auf der Stirn des Teufels. Da aus patriarchaler Sicht Unten = Erde = Mutter = schlecht ist und Oben = Himmel = Vater = gut, läßt sich leicht erkennen, woher diese Wertung stammt; zumal Druden in der germanischen Mythologie böse, weibliche Nachtgeister sind. Eine andere Erklärung besagt, dass der Fünfstern, der ja ein Symbol des Menschen ist, mit der Spitze nach oben, das Streben nach Einheit anzeigt, während der kopfgestellte Stern oben zwei Spitzen (Hörner) hat, die den Verlust der Einheit, die Dualität und das Streben in die Vielheit bedeuten. Diese Symbolik findet ihre Entsprechung im Einhorn, einem Christussymbol, und den zwei Hörnern, mit denen typischerweise der Teufel als Ziege, Bock usw. dargestellt wird.