Tarot Lexikon: N

Axel May

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Narr, Der

Karte der Großen Arkana. Traditionell unnummeriert. Erstmals von Antoine Court de Gébelin und später im Rider-Tarot, Crowley-Tarot und mit 0 beziffert. Sie hat er keinen eindeutigen Platz innerhalb der Großen Arkana und wurde von verschiedenen Tarotkennern unterschiedlich platziert. Eliphas Lévi ordnet den Narren – aus kabbalistischen Gründen – zwischen der 20. Und der 21. Karte (Gericht und die Welt) ein, eine Methode, die von Papus, Oswald Wirth und Arthur Edward Waite übernommen wird, während Aleister Crowley und Paul Foster Case die Karte an den Anfang der Großen Arkana stellen.

Diese unterschiedliche Platzierung ist keine unbedeutende Spitzfindigkeit, sondern sehr bedeutsam, weil sich dadurch fast die gesamte kabbalistische Zuordnung der 22 Buchstaben des Hebräischen Alphabets zu den Karten der Großen Arkana verschiebt. Die Tatsache, dass diese ursprünglich unnummerierte Karte keinen festen Platz hat, entspricht der Rolle des Narren als dem Helden, der die Stationen der übrigen 21 Großen Arkana durchläuft (siehe die Reise des Helden). Seine Beweglichkeit ist ihm geblieben. Er hat als einzige Karte der Großen Arkana „überlebt“, als Joker findet man ihn noch heute in Kartenspielen, und auch dort kann er den Platz jeder anderen Karte einnehmen.

Archetyp: Das Kind

Neith

Eine der ältesten ägyptischen Göttinnen, deren Kultstätte in Sais lag. Deshalb auch oft Isis von Sais genannt. Laut Überlieferung war ihr Bildnis verschleiert, weshalb sie als Hüterin von Geheimnissen gedeutet wird, die sich dem forschenden Blick entziehen und nur Eingeweihten zugänglich sind. Im Crowley-Tarot ist sie auf der Karte die Hohepriesterin dargestellt.

Neun

die Zahl der Sammlung vor dem Schritt ins Neue. Die Worte „neu“ und „neun“ entstammen der gleichen Sprachwurzel und sind im französischen als „neuf“ noch identisch. Auch die Zahl deren Symbol 9 den Rückzug in die Mitte anzeigt, während die umgekehrte Zahl 6 dafür steht, aus sich herauszugehen oder fruchtbar etwas hervorzubringen. Im Tarot entspricht dieser Symbolik der Eremit, der für die Wendung nach Innen und für die Sammlung vor dem Schritt ins Neue

Neun Kelche

Rider Tarot: Lebensfreude / Crowley-Tarot: Freude

Neun Münzen/Scheiben

Rider Tarot: Gunst des Augenblicks / Crowley-Tarot: Gewinn

Neun Schwerter

Rider Tarot: Gewissensbisse / Crowley-Tarot: Grausamkeit

Neun Stäbe

Rider Tarot: Verschlossenheit / Crowley-Tarot: Stärke

Neunzehn

Zahl der siegreichen Sonne. Nach 19 Jahren „unterwirft“ die Sonne den Mond insofern, als dass dann alle Mondphasen wieder auf den gleichen Tag im Sonnenkalender fallen. Wenn also am 1. Februar eines Jahres Vollmond ist, wird in 19 Jahren am gleichen Tag wieder Vollmond sein. Aber auch die Summe aus den 12 Sternzeichen und den 7 klassischen Planeten und damit eine Zahl, die das ganze Universum (nach alter Weltsicht) verkörpert. Im Tarot Zahl der Sonne, die auf einer tiefen Ebene den entscheidenden Schritt zu Ganzwerdung bedeutet, weshalb auf der entsprechenden Crowleykarte zwei Kinder (=Polarität) auf den Gipfel (=Einheit) zulaufen, der im Paradiesgarten liegt.

Null

da die Null erst nach dem Jahre 1000 aus Indien über die arabische Welt ins Abendland kam, spielt sie in der aus der Antike stammenden Zahlensymbolik keine Rolle. Dafür zählt ihr Symbol, der Kreis, zu den ältesten Symbolen der Menschheit überhaupt. Er symbolisiert das uranfänglich Ganze, den unoffenbarten Zustand vor der Schöpfung und auf der psychologischen Ebene das Unbewusste. Im Tarot ist die Zahl seit dem Aufkommen der Rider-Waite-Karten dem Narren zugeordnet, der in älteren Darstellungen, wie etwas im Tarot von Marseille unnummeriert ist.

Nut

Ägyptische Muttergöttin, die sich als Himmel über die Erde – den Erdgott Geb – beugt. Mutter der Vierlinge Isis, Nephtys, Osiris und Seth. Im Crowley-Tarot auf der Karte das Aeon dargestellt.